Neuigkeiten aus der Finanzwelt
Sachlich zusammengefasst, mit Quelle – zu Investment, Finanzierung, Absicherung und Krediten.
Kredite · Urteil BGH zu Schufa: Auskunft nur bei Nachteil, neu prüfen Verbraucher erhalten Schufa-Auskunft nur bei nachgewiesenem Nachteil; zugleich soll der Nachweis nicht übermäßig streng bewertet werden. Weiterlesen ›
Viele Kreditgeber, Telekommunikationsanbieter, Versandhändler und Vermieter nutzen Schufa-Scores zur Bonitätsprüfung. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass Verbraucher Auskunft zur Score-Berechnung nur verlangen können, wenn sie einen durch den Score entstandenen Nachteil belegen; die Gerichte sollen die Anforderungen daran jedoch nicht überziehen. In vier Verfahren, in denen 2023 detaillierte Angaben zur Berechnung und zu Empfängern verlangt wurden, hob der BGH Entscheidungen des OLG Dresden in wesentlichen Teilen auf und verwies zurück (Az.: I ZR 227/25, 228/25, 229/25, 230/25). Die Schufa hatte u. a. aktuelle Score-Werte, Ratingstufen und Datenarten mitgeteilt; den Klägern genügte das nicht. Bei der erneuten Prüfung kommt es darauf an, ob der Score für Entscheidungen Dritter wesentlich war; bejahen die Richter einen Anspruch, wären Umfang und Erfüllung der Auskunft 2023 weiter zu klären. Betroffen sind vor allem Kreditinteressenten, Mieter und Bankkunden.
Absicherung · Gesetz Mütterrente III: Rechtsanspruch 2027, Nachzahlung ab 2028 Ab 2027 steigt der Rentenanspruch für Eltern; Nachzahlungen erfolgen laut Rentenversicherung wegen technischer Umstellung voraussichtlich erst 2028. Weiterlesen ›
Der Bundestag hat am 5. Dezember 2025 die Mütterrente III mit 318 Ja‑Stimmen beschlossen; nach Billigung im Bundesrat am 19. Dezember 2025 wurde das Gesetz am 23. Dezember 2025 verkündet. Ab 1. Januar 2027 haben rund zehn Millionen Rentnerinnen und Rentner einen Rechtsanspruch auf mehr Rente, weil Kindererziehungszeiten vor 1992 künftig wie nach 1992 zählen. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet jedoch mit einer technischen Umsetzung erst 2028: Bis dahin bleibt es bei der bisherigen Rentenhöhe, die Differenz wird rückwirkend seit Januar 2027 nachgezahlt. Wenn Sie Kinder vor 1992 erzogen haben, profitieren Sie von der längeren Anrechnung; für die zeitliche Planung ändert sich Ihr Kontostand voraussichtlich erst mit der Nachzahlung. Betroffen sind vor allem Eltern mit vor 1992 geborenen Kindern.
Investment · Vorsorge Riester bei Sparkassen: mögliches Minus in der Auszahlungsphase Bei Riester-Banksparplänen der Sparkassen könnte es beim Start der Auszahlungsphase zu hohen Abzügen gekommen sein; die Verbraucherzentrale sucht Betroffene. Weiterlesen ›
Kundinnen und Kunden mit einem Riester-Banksparplan bei einer Sparkasse könnten beim Übergang in die Auszahlungsphase zu hohe Beträge gezahlt haben. In der Folge wären die ausgezahlten Rentenleistungen niedriger als erwartet ausgefallen. Die Verbraucherzentrale sucht nach Betroffenen und sammelt entsprechende Fälle.
Im Fokus steht der Zeitpunkt, an dem Verträge von der Anspar- in die Auszahlungsphase wechseln. Relevant ist die Meldung vor allem für Riester-Sparerinnen und -Sparer mit Banksparplänen bei Sparkassen.
Investment · Vorsorge Altersvorsorgedepot ersetzt Riester: Das ist wichtig Das neue Altersvorsorgedepot soll Riester ersetzen und mehr Aktien/ETFs erlauben – wichtig sind Start, Förderung, Kosten und Anbieter. Weiterlesen ›
Ab Januar soll das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ablösen und mehr Anlage in Aktien und ETFs ermöglichen.
Viele Anbieter starten erst nach und nach; die Förderung können Sie für das jeweilige Jahr bis mindestens Ende 2027 nachträglich beantragen.
Das gesetzliche Standarddepot ist bei den Kosten auf 1 Prozent gedeckelt; ein öffentlicher Träger als Alternative ist geplant, wird zu Jahresbeginn 2027 aber voraussichtlich noch nicht verfügbar sein.
Verbraucherschützer warnen vor Lockangeboten mit anfänglich sehr niedrigen Gebühren; über die Jahre können Kosten die Förderung aufzehren.
Neu ist eine pauschale Förderung von bis zu 540 Euro plus 300 Euro je Kind (bei zwei Kindern bis zu 1.140 Euro), wenn 2.100 Euro jährlich eingezahlt werden; bei Riester lag der Höchstbetrag bei 775 Euro.
Bestehende Riester-Verträge sollten laut Verbraucherschützern eher übertragen als gekündigt werden, da sonst Fördergelder verloren gehen; Auszahlungen erfolgen als monatliche Rente, nicht als Einmalbetrag.
Finanzierung · Zinsen Bauzinsen steigen: 15-Jahresbindung bei 4,72 Prozent FMH-Index: 15-jährige Bauzinsen bei 4,72 %. Einige Banken über 5 %, Anschlussfinanzierungen teurer. Weiterlesen ›
Die Bauzinsen haben ein Niveau erreicht, das es seit Jahren nicht gab: Laut dem Index der Finanzberatung FMH liegen Angebote für eine Zinsbindung von 15 Jahren bei 4,72 Prozent. Der FMH-Index fasst Kreditangebote aus ganz Deutschland zusammen. Ein vergleichbares Zinsniveau wurde zuletzt 2011 verzeichnet, bevor eine längere Niedrigzinsphase einsetzte.
Zudem melden einzelne Banken bereits Sätze von über fünf Prozent. Auch für bestehende Darlehen wird die Lage kostspieliger: Anschlussfinanzierungen verteuern sich deutlich. Relevant für Immobilienkäufer, Bauherren und Eigentümer mit baldiger Anschlussrate.
Absicherung · Gesetz Elementarschutz wird Standard in Wohngebäudeversicherungen Elementarschäden sollen in Wohngebäudeversicherungen Standard werden; 2027 ist ein Gesetzentwurf geplant, mit Regeln zu Selbstbehalten und einem Umlageverbot. Weiterlesen ›
Die Bundesregierung konkretisiert die Reform der Gebäudeversicherung. Neue Wohngebäudepolicen sollen Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdbeben und Lawinen automatisch abdecken; bestehende Verträge werden schrittweise erweitert, bei fehlender Reaktion der Eigentümer nach einem Jahr automatisch. Für 2027 ist ein Entwurf zur Einführung einer Pflichtversicherung geplant; der Selbstbehalt soll höchstens 20.000 Euro betragen, alternativ wird ein günstigeres Mindestmodell mit bis zu 100.000 Euro geprüft. Prämien für Standard-Einfamilienhäuser liegen je nach Risiko derzeit bei etwa 100 bis 1.500 Euro, ein Umlageverbot für Mieter wird erwogen. Moody’s betont die Bedeutung der Ausgestaltung und von Prävention; der GDV plant Ende 2025 mit Elementar Re eine staatliche Rückdeckung erst ab Schäden über 30 Mrd. Euro. Die Umweltorganisation Urgewald kritisiert das Fehlen staatlicher Rückversicherung und eine mögliche Opt-out-Option.
Absicherung · Gesetz Pflegereform 2027: Rentenbeiträge für Pflegende bleiben erhalten Kabinett kippt Kürzung; ab 2027 zahlt die Pflegekasse für pflegende Rentner mit Teilrente keine Rentenbeiträge mehr. Weiterlesen ›
Das Bundeskabinett hat die Pflegereform 2027 (PNOG) beschlossen. Die zunächst geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige entfällt; die Beiträge bleiben vollständig bestehen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind (Pflegegrad 2+, häusliche, nicht erwerbsmäßige Pflege, mind. 10 Std/Woche, keine Erwerbstätigkeit über 30 Std).
Für Rentnerinnen und Rentner mit Teilrente endet eine Sonderregel: Ab 1. Januar 2027 zahlt die Pflegekasse nach Erreichen der Regelaltersgrenze keine Rentenbeiträge mehr. 2024 nutzten rund 39.000 Personen diese Option; die Pflegeversicherung zahlte dafür etwa 153 Millionen Euro. In Deutschland werden rund 86 Prozent der etwa 5,7 Millionen Pflegebedürftigen zu Hause versorgt; rund 1,7 Millionen Pflegepersonen sind über die Pflegekassen rentenversichert.
Betroffen sind vor allem pflegende Angehörige sowie Rentnerinnen und Rentner mit Teilrente; sie sollten sich über die neuen Regeln informieren.
Absicherung · Gesetz Mütterrente III: 36 Monate Erziehungszeit ab 2027 Für vor 1992 geborene Kinder gelten ab 2027 einheitlich 36 Monate Erziehungszeit – unabhängig davon, ob Mutter oder Vater überwiegend erzogen hat. Weiterlesen ›
Das Gesetz zur Mütterrente III wurde am 19. Dezember 2025 vom Bundesrat gebilligt und am 23. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt verkündet. Ab 1. Januar 2027 werden für vor 1992 geborene Kinder einheitlich bis zu 36 Monate Kindererziehungszeit angerechnet, entsprechend maximal drei Rentenpunkten – unabhängig vom erziehenden Elternteil. Zuvor galten bis zu 30 Monate (maximal 2,5 Punkte); die Ausweitung um sechs Monate bedeutet beim aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro (seit 1. Juli 2026) rechnerisch rund 21 Euro mehr pro Monat. Erziehen beide Eltern, wird die Zeit zunächst der Mutter zugeordnet; per übereinstimmender Erklärung kann sie dem Vater zugeordnet werden. Diese Zuordnung wirkt nur für die Zukunft, rückwirkend höchstens zwei Monate. Laut BMAS wird zudem geregelt, wer Nachzahlungen automatisch erhält, wer aktiv werden muss und in welchen Fällen die Anrechnung andere Leistungen mindern kann. Relevant für Eltern mit vor 1992 geborenen Kindern sowie Rentnerinnen und Rentner; informieren Sie sich.
Kredite · Urteil BGH: Schufa muss Score-Bildung teils offenlegen BGH: Auskunft zur Schufa-Score-Bildung, wenn der Wert für eine Vertragsentscheidung maßgeblich war. Weiterlesen ›
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Schufa unter bestimmten Voraussetzungen zur Bildung ihres Score-Werts Auskunft geben muss. Der Anspruch greift, wenn der Score für eine Vertragsentscheidung maßgeblich war; es genügt, dass der Score übermittelt wurde und kurz darauf etwa ein Kredit abgelehnt wurde. Dann wird vermutet, dass der Score entscheidend war, und es besteht Anspruch auf umfassende Auskunft; die Vorinstanzen wenden dies nun in vier Verfahren an (Az. I ZR 227/25 bis I ZR 230/25). Das Urteil bezieht sich auf das alte Scoring-System, das wegen einer Übergangsfrist bis Ende 2028 genutzt werden kann. Die Schufa verweist auf ein neues, aus ihrer Sicht klareres System und will den alten Score ab dem kommenden Monat transparenter machen – flankiert von neuen Datenschutzregeln ab November, die Auskünfte erleichtern und voraussichtlich Verbraucherrechte stärken. Für Sie relevant bei Kredit- oder Mietentscheidungen.
Finanzierung · Zinsen Bauzinsen auf höchstem Stand seit 2009 Zehnjährige Immobilienkredite kosten im Schnitt knapp 4,5 Prozent; Gründe sind Inflationssorgen wegen des Iran-Konflikts und EZB-Zinsschritte. Weiterlesen ›
In Deutschland haben sich Immobilienkredite auf den höchsten Stand seit 2009 verteuert: Zehnjährige Darlehen liegen im Schnitt bei knapp 4,5 Prozent, nach 3,9 Prozent im Mai und 3,6 Prozent im März (Interhyp). Damit wurde das Zwischenhoch von Ende 2023 von rund 4,4 Prozent überschritten; ähnliche Niveaus zeigen auch Bundesbank-Daten. Treiber sind erneute Inflationssorgen infolge des Iran-Konflikts und daran anknüpfende Leitzinserhöhungen der EZB.
Zwar bleiben Immobilienpreise unter den Spitzen vor 2022, doch höhere Zinsen kompensieren Nachlässe häufig; laut Interhyp kann der jüngste Anstieg die Monatsrate um fast 200 Euro erhöhen. Der Markt reagiert mit mehr Preiszugeständnissen von Verkäufern und verhaltener Nachfrage; im bayerischen Wohnungsbau sanken die Aufträge bis Juli 2026 kumuliert um 3,2 Prozent, im Zwölf-Monats-Vergleich im Juli um 8,2 Prozent. Zusätzlich treiben gestiegene Material- und Lohnkosten sowie Nebenkosten die Gesamtkosten; fehlendes Eigenkapital erschwert vor allem Jüngeren und Familien den Erwerb.
Finanzierung · Zinsen Bauzinsen über 4%: Immobilienkredite werden deutlich teurer Zehnjährige Bauzinsen liegen über vier Prozent; Rechenbeispiele zeigen spürbare Mehrkosten für Kauf und Anschlussfinanzierung. Weiterlesen ›
Die Zinsen für zehnjährige Baufinanzierungen liegen wieder über vier Prozent; laut FMH stieg der Durchschnitt seit 2022 von 0,8 auf 4,48 Prozent. Die EZB erhöhte den Hauptrefinanzierungssatz auf 2,65 Prozent; parallel steigen Renditen zehnjähriger Bundesanleihen, die über Pfandbriefe stark auf Bauzinsen wirken, und Banken agieren zurückhaltender.
Für Käufer und Eigentümer mit auslaufender Zinsbindung verteuert sich die Finanzierung deutlich. Bei 500.000 Euro Darlehen verursacht ein effektiver Zinssatz von 4,5 Prozent bis zum Ende einer zehnjährigen Bindung rund 152.111 Euro Mehrkosten gegenüber 0,8 Prozent; bei fünf Prozent wären es etwa 172.000 Euro, die Monatsrate läge bei drei Prozent Tilgung über 3.300 Euro. Die durchschnittliche Kreditsumme beträgt aktuell knapp 300.000 Euro. Betroffen sind vor allem Kaufinteressenten und Anschlussfinanzierer; sinnvoll ist, sich zu informieren.
Investment · Steuern Vor der Steuerreform: Maßnahmen zum Jahresende planen Die Bundesregierung plant fürs kommende Jahr eine Steuerreform; wer vor Jahresende noch sparen will, sollte Vorlauf für Maßnahmen einplanen. Weiterlesen ›
Bis Weihnachten sind es nur noch etwa zwei Monate – und wer steuerlich noch etwas erreichen möchte, braucht jetzt Vorlauf.
Die Bundesregierung bereitet für das kommende Jahr eine Steuerreform sowie routinemäßige Anpassungen der Steuergesetze vor; endgültig beschlossen ist das noch nicht. Viele Schritte benötigen Zeit, etwa die Beauftragung von Handwerksleistungen, die nicht von heute auf morgen umgesetzt werden.
Ein Beitrag nennt dazu sieben Tipps, wie sich Vorhaben rechtzeitig vor dem Jahresende anstoßen lassen. Wer betroffen ist, sollte sich über die anstehenden Änderungen informieren. Relevant für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die vor Jahresende aktiv werden möchten.
Investment · Steuern Krypto-Steuerreform: Diskussion um Gold-Besteuerung im Fokus Im Kontext der Krypto-Steuerreform wird über mögliche Änderungen bei der Besteuerung von Anlagegold diskutiert; ein Faktencheck ordnet die Hinweise ein. Weiterlesen ›
Im Zuge der Krypto-Steuerreform wird angeblich auch über eine Neuregelung der Gold-Besteuerung nachgedacht. Ein Faktencheck geht den Meldungen nach und prüft, was tatsächlich im Raum steht.
Hintergrund: Anlagegold wie Barren und Münzen genießt derzeit mehrere steuerliche Vorteile. Welche Regelungen konkret betroffen sein könnten und ob Änderungen geplant sind, bleibt offen. Der Beitrag ordnet die Hinweise ein und grenzt Spekulationen von belegten Informationen ab.
Relevant für Sie, wenn Sie physisches Anlagegold halten oder die steuerlichen Rahmenbedingungen von Investments im Blick behalten möchten.
Investment · Vorsorge Trade Republic lockt mit kostenlosem Altersvorsorgedepot Trade Republic startet ein kostenloses Altersvorsorgedepot – inklusive gebührenfreier Ausführung und bei ausgewählten ETFs ohne Verwaltungsgebühr. Weiterlesen ›
Trade Republic hat sein Angebot zum neuen Altersvorsorgedepot vorgestellt und die Konkurrenz beim Preis unterboten. Für Depotführung und Ausführung erhebt der Onlinebroker keine Gebühren; bei ausgewählten ETFs entfällt zudem die Verwaltungsgebühr. Das Unternehmen, das den Handel für Kleinsparer bereits günstiger gemacht und etablierte Banken unter Druck gesetzt hat, setzt damit erneut auf auffälliges Marketing.
Das Gratisangebot ist als bewusst niedrigschwelliges Lockangebot zu verstehen, das neue Kunden anzieht – mit der Erwartung, dass sie bleiben und später auch teurere Produkte nutzen. Der Nulltarif ist Teil einer kalkulierten Strategie, kein Geschenk. Relevant für alle, die eine digitale Lösung für die private Altersvorsorge erwägen; wichtig ist, sich vorab zu informieren.
Kostenlos heißt nicht, das es das Beste ist. Wichtig es muss zur eigenen Person und zu den Zielen im Rentenalter passen. Darum vorher professionellen Rat einholen!
Investment · Zinsen Tagesgeld: Neun Banken bieten über vier Prozent Institute locken Neukunden mit hohen Tagesgeldzinsen; Festgeld erreicht derzeit laut Bericht maximal 3,55 Prozent. Weiterlesen ›
Tagesgeld und Festgeld: Hohe Zinsen sind nicht alles
Laut einem Bericht von t-online werben derzeit mehrere Banken mit besonders hohen Tagesgeldzinsen, um Neukunden zu gewinnen. Neun Anbieter bieten demnach mehr als vier Prozent. Beim Festgeld werden Spitzenzinsen von bis zu 3,55 Prozent genannt.
Doch lohnt es sich wirklich, ständig von einer Bank zur nächsten zu wechseln, nur um kurzfristig höhere Zinsen zu erhalten?
Entscheidend ist nicht allein der höchste Zinssatz, sondern die richtige Vermögensstrategie.
Statt regelmäßig neuen Zinsangeboten hinterherzulaufen, ist es häufig sinnvoller, die eigenen Finanzen langfristig und strukturiert aufzustellen.
Dabei ergänzen sich unterschiedliche Anlageformen:
* Tagesgeld für kurzfristige Rücklagen und jederzeit verfügbare Gelder.
* Festgeld für planbare Anlagezeiträume mit festen Zinsen.
* Fonds und ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau und die Nutzung von Kapitalmarktchancen.
Wer diese Bausteine sinnvoll miteinander kombiniert und auf seine persönlichen Ziele abstimmt, schafft eine klare Struktur für seine Finanzen.
Denn erfolgreicher Vermögensaufbau beginnt nicht mit der Jagd nach dem höchsten Zins, sondern mit einer durchdachten Strategie.
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Finanzierung · Zinsen Bauzinsen teils über 5 Prozent, Schnitt bei 4,5 Prozent Einige Banken verlangen über fünf Prozent für zehnjährige Hypothekendarlehen, im Schnitt liegen die Zinsen laut FMH-Finanzberatung bei rund 4,5 Prozent. Weiterlesen ›
Die Bauzinsen steigen. Für Hypothekendarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung fordern manche Banken inzwischen mehr als fünf Prozent; im Durchschnitt liegen die Sätze laut FMH-Finanzberatung bei rund 4,5 Prozent. Auch Anschlussfinanzierungen werden deutlich teurer, was die Kalkulation vieler Vorhaben erschwert. Historisch bleiben die aktuellen Konditionen zwar unter den zweistelligen Niveaus der frühen 1980er Jahre, dennoch werden Finanzierungsplanungen komplexer. Die Angebote unterscheiden sich je nach Bank; informieren Sie sich rechtzeitig. Betroffen sind vor allem Bauherren, Kaufinteressenten und Eigentümer mit auslaufender Zinsbindung.
Absicherung · Gesetz Rente mit 63: Schweitzer sucht Kompromiss zur Reform Im Streit um die Rente mit 63 sucht Arbeitsminister Schweitzer einen Kompromiss; der Reformfahrplan sieht Beschlüsse bis Anfang 2027 vor. Weiterlesen ›
Seit dem 14. Oktober 2026 führt Alexander Schweitzer (SPD) das Bundesarbeitsministerium – mitten im Koalitionskonflikt um die Rente mit 63. Er folgt auf Bärbel Bas, die ihr Ministeramt und den SPD‑Co‑Vorsitz niedergelegt hat.
Der Abschlussbericht der Alterssicherungskommission empfiehlt u. a., die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu streichen und durch eine Schutzrente für langjährig Versicherte mit gesundheitlichen Einschränkungen zu ersetzen. Die vorgezogene Rente mit Abschlägen nach 35 Jahren soll ein Mindestalter von 64 Jahren erhalten und ab 2031 parallel zur Regelaltersgrenze steigen; als Zielgröße wird eine Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent nach Steuern für Durchschnittsverdienende genannt, für Geringverdienende höher. Der Koalitionsausschuss will alle 33 Vorschläge zügig umsetzen: Kabinettsbeschluss und erste Lesung sind für 2026 vorgesehen, die Schlussabstimmung Anfang 2027. Schweitzer äußert sich zuversichtlich, dass ein Kompromiss gelingt, und verweist auf die Entscheidungen von Regierung und Bundestag. Betroffen sind vor allem Versicherte mit langen Erwerbsbiografien.
Absicherung · Gesetz GKV 2027: Zusatzbeitrag 2,9 %, Beitragsbemessungsgrenze steigt Der durchschnittliche Zusatzbeitrag soll 2027 bei 2,9 % bleiben, zugleich steigen Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze deutlich. Weiterlesen ›
Der GKV-Schätzerkreis veranschlagt für 2027 einen unveränderten durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent; das Bundesgesundheitsministerium legt den Wert bis zum 1.11.2026 fest.
Das Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll die Kassen um bis zu 15 Mrd. Euro entlasten; der Ausgabenanstieg könnte von rund 7 % im laufenden Jahr auf unter 3 % 2027 sinken.
Unabhängig davon steigt die Beitragsbemessungsgrenze monatlich von 5.812,50 auf 6.375 Euro (jährlich 69.750 auf 76.500 Euro). Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2027 bei 84.150 Euro jährlich bzw. 7.012,50 Euro monatlich. Der PKV-Verband beziffert die Mehrbelastung der außerplanmäßigen +300 Euro/Monat auf mindestens 4,2 Mrd. Euro pro Jahr für rund 6,3 Mio. Beschäftigte; ein Grünen-Politiker erwartet 2027 mindestens 3,1 %.
Betroffen sind vor allem Gutverdiener und Beschäftigte mit Einkommen nahe den Grenzen; sich informieren.
Investment · Gesetz Frühstartrente: 10 Euro monatlich für Kinder ab 2027 Geplant ist ein staatlich gefördertes Depot für 6- bis 18-Jährige, mit 10 Euro monatlich und klaren Anlage- und Kostenregeln. Weiterlesen ›
Ab Frühjahr 2027 sollen Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren monatlich 10 Euro vom Staat in ein Altersvorsorgedepot erhalten; die Koalition wertet dies als wichtigen Baustein für die Rente. Der Bundestag stimmt am Freitag über den Gesetzentwurf zur Frühstartrente ab, anschließend befasst sich auch der Bundesrat. Sie soll als Startkapital dienen; das Geld fließt in ein von den Eltern gewähltes Depot oder automatisch in eine von der Bundesbank verwaltete öffentliche Anlage. Erträge bleiben bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei; eine Auszahlung ist grundsätzlich erst ab 65 Jahren möglich. Zuzahlungen durch Eltern und Großeltern sind bis 6.840 Euro pro Jahr erlaubt; gefördert wird nur ein Standarddepot mit 1-Prozent-Kostendeckel, ohne Abschluss- und Vertriebskosten bis zur Volljährigkeit, investiert ausschließlich in breit gestreute globale Aktien oder Aktienfonds.
Absicherung · Gesetz Ab 2027 automatische Rentenhochrechnung ohne Wahlrecht Ab 2027 wird die Hochrechnung der letzten Gehaltsmonate bei Altersrenten automatisch; Grundlage ist das SGB VI‑Anpassungsgesetz, ergänzt um ein BSG-Urteil. Weiterlesen ›
Ab dem 1. Januar 2027 wird die Hochrechnung der letzten drei Gehaltsmonate vor Rentenbeginn bei neuen Altersrenten automatisch angewendet; das bisherige Wahlrecht entfällt.
Rechtsgrundlage ist das SGB VI‑Anpassungsgesetz, das der Bundestag am 6. November 2025 beschlossen und am 23. Dezember 2025 verkündet hat.
Geändert wird § 194 SGB VI: Die Rentenversicherung kann Arbeitgeber in den drei Monaten vor Rentenbeginn zu elektronischen Sondermeldungen auffordern und auf Basis der in den vorangegangenen zwölf Monaten gemeldeten Einnahmen hochrechnen – künftig ohne Antrag.
Parallel wird § 70 Abs. 4 Satz 2 SGB VI neu gefasst: Weichen später gemeldete tatsächliche Einnahmen ab, wird die Rente nur dann neu festgestellt, wenn dadurch eine höhere Rente entsteht; betroffen sind jährlich rund 900.000 Neurentner.
Investment · Zinsen Festgeldzinsen steigen erneut: Einjahresdurchschnitt 2,62 % Der Schnitt für einjähriges Festgeld liegt laut FMH bei 2,62 Prozent; nach März gab es im September einen weiteren Zinssprung. Weiterlesen ›
Im Umfeld höherer Anleiherenditen steigen aktuell auch die Zinsen für Festgeld; zahlreiche Banken melden nahezu täglich Anpassungen nach oben. Für ein Jahr Laufzeit erhalten Sparer im Durchschnitt derzeit 2,62 Prozent, berichtet die FMH-Finanzberatung in Frankfurt. Vor einem Jahr lag der Mittelwert noch unter zwei Prozent. Nach Angaben von Rudolf Krux vom Verbraucherportal Biallo kam es zu zwei Zinssprüngen: im März und erneut im September. Welche Bank wie viel zahlt, variiert je nach Angebot; informieren Sie sich über aktuelle Konditionen. Relevant für Sparerinnen und Sparer mit Festgeld oder geplanter Laufzeitanlage.
Investment · Gesetz Bundestag beschließt Frühstartrente: 10 Euro pro Monat ab 2027 Ab 2027 sollen Kinder von sechs bis 18 Jahren monatlich 10 Euro staatlich fürs Altersvorsorgedepot erhalten; vor dem Start muss der Bundesrat noch zustimmen. Weiterlesen ›
Der Bundestag hat die Frühstartrente beschlossen; Union und SPD stimmten zu, Grüne und Linke lehnten ab, die AfD enthielt sich. Kinder erhalten vom sechsten bis zum 18. Geburtstag ab 2027 monatlich zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot. Über zwölf Jahre summiert sich die staatliche Förderung laut GDV auf 1.440 Euro. Erster förderberechtigter Jahrgang ist 2020; für diese Kinder werden Beträge rückwirkend seit Januar 2026 gutgeschrieben; zusätzlich sind private Einzahlungen bis zu 6.840 Euro jährlich möglich, so der vzbv. Der Start erfordert noch die Zustimmung des Bundesrats. Relevant für Familien mit Kindern zwischen sechs und 18 Jahren.
Investment · Markt ETF-Markt wird komplexer: mehr aktive Strategien und höhere Kosten Die ETF-Auswahl wächst rasant: Mehr aktive und spezialisierte Produkte erhöhen Komplexität und teils die Kosten, wie aktuelle Morningstar-Daten zeigen. Weiterlesen ›
ETFs galten lange als einfach und günstig, doch das Angebot wird komplexer: Neben Indexfonds gibt es Themen-, Smart-Beta-/Faktor-, Hebel- und zunehmend aktive ETFs; hierzulande stehen über 3.000 Produkte zur Wahl, fast doppelt so viele wie vor sechs Jahren.
In Europa waren in den ersten acht Monaten 2026 bereits 23 % der neu aufgelegten ETFs aktiv, 2022 waren es 3,2 %; das Vermögen aktiver ETFs stieg bis Ende August 2026 auf rund 123 Mrd. Euro, ihr Anteil am ETF-Gesamtvermögen liegt bei 3,8 % (USA: ca. 13 %).
Spezialisierte ETFs sind häufig teurer: oft 0,6 bis 0,7 % jährlich; aktive Aktien-ETFs kosteten im Schnitt 0,37 %, passive 0,27 %, breite Index-ETFs teils 0,1 % oder weniger.
Über 20 Jahre können solche Differenzen spürbar sein: Im Beispiel führen 0,1 % Gebühren zu ca. 62.900 Euro, 0,7 % zu etwa 56.100 Euro – rund 6.800 Euro weniger.
Absicherung · Gesetz Frühstartrente: Bundestag erlaubt Kosten auf Zuzahlungen Bundestag beschließt Frühstartrente und erlaubt Kosten auf private Zuzahlungen; Start am 1. Januar 2027. Weiterlesen ›
Der Bundestag hat die Frühstartrente beschlossen und dabei klargestellt, dass Anbieter auf private Zuzahlungen Abschluss- und Vertriebskosten erheben dürfen. Das staatlich finanzierte Vermögen bleibt von solchen Kosten ausgenommen; der Effektivkostendeckel von 1 Prozent für Standarddepot-Verträge gilt fort.
Kinder von sechs bis 18 Jahren erhalten eine Förderung von zehn Euro monatlich in eine kapitalgedeckte private Altersvorsorge; Start ist am 1. Januar 2027, für den Jahrgang 2020 rückwirkend auch 2026. Zunächst sind die Geburtsjahrgänge 2020 und 2021 erfasst, danach kommt jährlich ein weiterer Jahrgang hinzu; auch Kinder außerhalb der geförderten Jahrgänge können Verträge privat besparen. Eltern, Großeltern oder andere Dritte dürfen zusätzlich bis zu 6.840 Euro pro Jahr einzahlen. Der AfW bewertet die Nachbesserung positiv und mahnt zugleich mehr Finanzbildung an.
Kredite · Urteil EuGH-Urteil: Banken zur sofortigen Erstattung bei Phishing Nicht autorisierte Zahlungen sind laut EuGH binnen eines Geschäftstags zu erstatten; Regress nur bei nachgewiesenem Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weiterlesen ›
Der Europäische Gerichtshof (Az.: C-70/25) verpflichtet Banken, nicht autorisierte Zahlungen nach Meldung durch den Kunden binnen eines Geschäftstages wieder gutzuschreiben. Damit kehrt sich der bisher übliche Ablauf um: Betroffene erhalten zunächst eine sofortige Gutschrift.
Nach der Erstattung kann das Institut nur dann Ersatz verlangen, wenn es vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des Kunden nachweist. Eine sofortige Rückzahlung darf die Bank lediglich verweigern, wenn sie Kundentäuschung vermutet; dann muss sie die Gründe der nationalen Aufsicht melden. Die Vorgaben gelten sowohl für Online-Fälle wie Phishing als auch für klassischen Kreditkartenbetrug. Betroffen sind vor allem Bankkundinnen und -kunden mit Abbuchungen ohne Autorisierung.
Kredite · Urteil EuGH: Banken müssen bei Kontobetrug erstatten Der EuGH verpflichtet Banken, unautorisierte Abbuchungen zunächst umgehend zu erstatten – grobe Fahrlässigkeit müssen Institute beweisen. Weiterlesen ›
Phishing per Link oder QR‑Code wird immer raffinierter: In einem Fall hoben Betrüger nach einem täuschend echten Bankbrief über 100.000 Euro vom Konto eines Arztes ab. Der Europäische Gerichtshof stärkt nun die Rechte von Bankkundinnen und -kunden: Bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen müssen Zahlungsdienstleister den Betrag zunächst umgehend erstatten. Eine pauschale Berufung auf grobe Fahrlässigkeit – etwa unzureichenden Schutz von Zugangsdaten – genügt nicht, um die Erstattung zu verweigern. Im zweiten Schritt kann die Bank das Geld nur zurückfordern, wenn sie dem Kunden ein schweres Fehlverhalten nachweist. Der Beitrag nennt als typische Sofortmaßnahmen nach Entdeckung eines Betrugs die Information der Bank, das Sperren von Zugängen und das Sichern von Belegen; Anzeigen sind möglich, führen aber oft nicht zum Erfolg. Betroffen sind vor allem Online-Banking-Nutzende.
Investment · Steuern Ab 2027: Steuerfreiheit bei Kryptogewinnen vor dem Aus Ein BMF-Entwurf plant ab 2027 Steuern auf Kryptogewinne ohne Haltedauer; für ältere, von Ihnen gehaltene Token ist Bestandsschutz angedacht. Weiterlesen ›
Ein Entwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, Gewinne aus Kryptogeschäften ab 2027 unabhängig von der Haltedauer zu besteuern. Damit würde die bislang mögliche Steuerfreiheit nach mehr als zwölf Monaten zwischen Kauf und Verkauf für Sie entfallen. Vorgesehen ist eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wie der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine mitteilt. Für bereits vorhandene Token ist ein Bestandsschutz geplant. Der Vorstoß befindet sich im Entwurfsstadium; informieren Sie sich über den weiteren Verlauf.
Investment · Vorsorge AV-Depot ersetzt Riester ab 2027: Kosten von 0 bis 1,5 Prozent Zum Start 2027 sind große Preisunterschiede absehbar; konkrete Angebote fehlen noch, Ankündigungen reichen von kostenlos bis 1,5 Prozent jährlich. Weiterlesen ›
Ab 1. Januar 2027 führt die Bundesregierung ein standardisiertes Altersvorsorgedepot (AV-Depot) als Nachfolger der Riester-Rente für Neuverträge ein. Alle Banken, Sparkassen und Versicherer sollen es anbieten; vorgesehen sind Varianten mit und ohne Garantie, auch mit Fonds und anderen Anlageklassen. Konkrete Produkte liegen noch nicht vor; für Sie deuten die Absichtserklärungen der Anbieter jedoch auf deutliche Kostenspannen hin. Eine Finanztip-Abfrage unter mehr als 100 potenziellen Anbietern zeigt: Einige wollen dauerhaft auf Depot- und Fondskosten verzichten, andere kalkulieren je nach Produkt mit bis zu 1,5 Prozent pro Jahr, teils zuzüglich weiterer Gebühren. Der Staat arbeitet an einem eigenen Angebot, kommt damit aber langsamer voran; der Preiskampf verschärft sich, etwa mit teils kostenlosen Modellen bei Trade Republic. Betroffen sind vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher, die ab 2027 neu fürs Alter vorsorgen wollen.
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